Warum sich vieles verändert...

Das Leben ist ständige Veränderung. So war meine Reittherapie lange das Herzstück meiner Arbeit und meine geduldigen Ponys haben unzählige Kinder in ihrer Entwicklung begleitet.

Nun sind meine Ponys alt, Gewicht tragen fällt ihnen immer schwerer. Die Lösung? Ein neues Pferd! Als Therapiepferd gekauft, habe ich aber ein Pony bekommen, das nicht geritten werden will. Soley (so heißt die selbstbewusste Islanddame) hat ihren eigenen Kopf und den zeigt sie deutlich. So kam an die Oberfläche was lange schon in mir wuchs: eine Vision, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Mit Pferden - aber nicht vom Sattel aus.  

Ich beginne im April 2026 die Ausbildung zur systemischen Beraterin und freue mich riesig darauf, neue Erfahrung zu machen, Neues zu lernen und vor allem all das an meine Kunden weiter geben zu können. Mehr SEIN,  mehr TIEFE, mehr ANKOMMEN, mehr BEZIEHUNG.

Das bedeutet ganz konkret, dass ich ab Pfingsten 2026 keine gerittene Reittherapie mehr anbieten werde.

Passend zu meiner neuen Vision gibt es auch neue Kursformate, die die alten ablösen:

Die einzelnen Kurse werden bald mit Inhalten gefüllt, schaut einfach immer mal wieder rein. 

Doch was macht man nun eigentlich wenn man nicht reitet? Gerade Kinder wollen immer reiten. Dabei ist das, was im "außenrum" passiert viel spannender und für die Entwicklung der Kinder von großer Bedeutung.:

Kann ich das Pferd führen? Vertraut es mir? Sehe ich den Weg den ich gehen will? Erkenne ich den Raum? Wie gehe ich damit um, wenn das Pferd nicht folgt, stehenbleibt oder einen anderen Weg einschlägt, weil es z.B. ans Gras möchte? Wie achtsam putze ich mein Pferd? Spüre ich wo es ihm gut tut? Erkenne ich, dass Pferde auch ihre eigenen Bedürfnisse haben und wie fühle ich mich, wenn diese Bedürfnisse mit meinen konträr sind? Traue ich mir zu, eine Aufgabe anzugehen, die ich mir im ersten Moment nicht zutrauen?

Oder der Jugendliche und Erwachsene: Erlaube ich mir, den Weg für das Pferd vorzugeben? "Breche ich ein" wenn das Pferd einen anderen Plan hat? Kann ich meine Grenzen wahren? Kann ich die Grenzen eines anderen Lebewesen erkennen und respektieren? Wie fühle ich mich, wenn meine Idee bei Pferd auf Widerwillen stößt? Wie fühle ich mich wenn das Pferd meine Aufgabe nicht umsetzt?

Die Arbeit mit dem Pferd vom Boden aus bietet ungeahnt viele Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln und Ressourcen aufzubauen - das geht weit über den "Spaß beim Reiten" heraus.

In diesem Sinne freue ich mich auf Kunden, die diesen gemeinsamen neuen Weg mit mir und meinen Ponys gehen. Ich bin sehr gespannt auf viele Erkenntnisse und Veränderungen. Und ich spüre genau - das ist der richtige Weg!